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Geschichte:

Arni schöpft Kraft aus dem Wasser

Die Geschichte des Arni ist untrennbar mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Uri verbunden. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich im Urner Talboden Industrie, Gewerbe und Tourismus an. Die Nachfrage nach Energie stieg. Uri – reich an Wasser – musste seine Energiequellen nutzen. Dafür sorgte das 1885 gegründete Elektrizitätswerk Altdorf (EWA). Es baute zwischen 1908 und 1910 auf dem Arni ein Kraftwerk samt Stausee, dem idyllischen Arnisee. Der See fasste das Wasser des Leutschach- und des Intschialpbaches. Mit dem Kraftwerk Arni konnte das EWA seine Stromproduktion massiv erhöhen, was Uri zu einer zeitgemässen Entwicklung verhalf.

Damals war das Arni noch ein stiller Ort. Zwar lebten einige Bauernfamilien im Gebiet, Touristen gab es aber kaum. Nur die EWA-Direktoren kamen ab und an mit der Standseilbahn von Amsteg her aufs Arni, um in einem Ferienhaus am See zu entspannen. Am See lebte auch der Wasserwärter, der für die Anlagen zuständig war. Die breite Öffentlichkeit entdeckte das Arni erst mit den Bau der beiden Luftseilbahnen. Genossenschaften erstellten 1953 die Seilbahn Amsteg-Arni und 1957 die Seilbahn Intschi-Arni.

Heute wohnen rund zwanzig Personen das ganze Jahr im Arnigebiet, vor allem Bauern im Vorder- und Hinterarni. Hinzu gesellen sich Besitzer von Ferienhäusern, die oft wochen- oder monatelang auf dem Arni verweilen. Andere Gäste mieten ein Ferienhaus oder nutzen die Massenlager in den Restaurants Alpenblick und Arnisee. Ein grosser Teil des Arnibodens ist im Besitz des EWA. Das meiste Land gehört aber der Korporation Uri.

 
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