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Geschichte Luftseilbahngenossenschaft Amsteg – Arnisee (LAA)


Im Jahre 1946 lebten im Sommer 23 Familien mit total 94 Personen auf dem Arni und bewirtschafteten ihre Landwirtschaftsbetriebe. Um bequemer aufs Arni zu gelangen und für den Transport von Gütern sowie für den aufkommenden Tourismus wurde der Ruf nach einer Seilbahn laut. So wurden zwei Seilbahngenossenschaften gegründet, die sich aber nicht auf ein gemeinsames Projekt einigen konnten.

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Die zehn Gründer der Luftseilbahngenossenschaft Amsteg – Arni, im Hotel Stern und Post in Amsteg, am 24. Januar 1946 waren:

Ziegler-Walker Hans, Arni (1. Präsident); Herger Xaver, Arni (Kassier); Walker Josef, Silenen; Ziegler Martin, Arni; Eller Josef, Arni; Dittli Franz, Silenen; Jauch Franz, Silenen; Tresch Peter, Amsteg; Gnos Hans, Amsteg; Loretz Josef, Amsteg (Aktuar)

Nach dem Festlegen der Standorte der Tal- und Bergstation mussten die Gründer die grossen Probleme der Finanzierung und der Baubewilligung lösen. Der Gemeinderat von Gurtnellen verweigerte zuerst die Baubewilligung und liess sich nur durch ein Initiativbegehren mit 120 Unterschriften der stimmberechtigten Koorporationsbürger umstimmen. So begann im Frühling 1953 der Bau der Seilbahn von Amsteg nach Arni. Bereits im Herbst 1953 konnte sie als erste Seilbahn aufs Arni eingeweiht werden. Die Standortwahl hat sich bis heute bewährt. Ein Talrücken hält den Südwind ab und so kann auch bei Föhnstürmen fast immer gefahren werden.

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Nachdem durch einen Regierungsratsbeschluss unbegreiflicher Weise die Anlage zur Materialseilbahn degradiert wurde, begannen im Jahre 1958 die Planungsarbeiten für eine Neukonstruktion. Mangels Geld musste aber zugewartet werden. Dank grosser Unterstützung des damaligen Urner Ständerates Ludwig Danioth wurden die Nöte der Bergbevölkerung auch im Parlament in Bern verhandelt. Nach einem Bundesratsentscheid im Jahre 1964 mussten Bund, Kantone und die Gemeinden die Schweizer Seilbahnen wieder finanziell unterstützen. So konnte auch die Luftseilbahn Amsteg – Arni die fällige Modernisierung im selben Jahr verwirklichen. Dabei wurden die abenteuerlichen, teilweise offenen 3-Holzkabinen durch 2 geschlossene 4er-Kabinen aus Metall ersetzt.


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Im Jahr 1991 wurde die Steuerung modernisiert und der Jetonbetrieb eingebaut. Finanziell war dies ein mutiger Entscheid, der sich gelohnt hat. Somit kann die Luftseilbahn auch ausserhalb der Fahrplanzeiten durch die Benützer bedient werden.
Gleichzeitig wurde das Fahrwerk mit dem Pendelarm neu erstellt und die Kabinen überholt.

Im Jahr 2010 wurde bei der Talstation im Gebiet Plattischachen die Strasse verlegt und ein Veloweg gebaut. Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der Centralschweizerischen Kraftwerke AG  (CKW) und der Gemeinde Gurtnellen kann die LAA 50 Gratisparkplätze und eine eigene Zufahrt zur Talstation für den Güterumschlag verwirklichen.

Im April 2012 werden die Laufwerke inklusive der Gehänge und Kabinenanschlüsse von der Firma Inauen-Schätti AG revidiert. Die Laufwerke wurden im Werk in Schwanden komplett zerlegt und sandgestrahlt. Alle Sicherheitsbauteile wurden magnetinduktiv Rissgeprüft und Schäden behoben. Vier Wippenbolzen und vier Kopfstücke wurden ersetzt. Bei den Seilrollen wurden die Kugellager und die Gummieinlagerringe ersetzt.

Gleichzeitig wurden die beiden Kabinen durch neue, identische Kabinen ersetzt. Diese wurden nach den Orginalzeichnungen der Firma Niederberger AG hergestellt. Nach nur 5 Tagen waren die Kabinen und Laufwerke montiert und die LAA wieder in Betrieb.

 
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